Der Einbaum

der  Steinzeitkinder
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Wir bauen einen Einbaum

Schularbeit mit Baum, Beil und Blasen

Wie bereits in den vergangenen Jahren treffen sich immer wieder eine Anzahl interessierter Schüler außerhalb des nor- malen Unterrichts zu einem Lernen besonderer Art  in der Schule. Nein - nicht Lesen, Schreiben oder Rechnen sind hier gefragt, sondern handwerkliche und praktische Fähigkeiten.

Ging es in den vergangenen Jahren um die Errichtung bzw. die Fertigstellung eines „Steinzeithauses“, wagten sich die Schüler diesmal an einen Einbaum, ein bereits vor 10.000 Jahren be- kanntes Wasserfahrzeug.

Entrinden des Baumstammes

Den hierfür notwendigen Baumstamm stellten die Men- ninger Holzrechtler der Schu- le unentgeltlich zur Verfü- gung. Die Buben und Mäd- chen staunten nicht schlecht, als Herr Neumeier, ein Schü- lervater, den mächtigen Pap- pelstamm während der gro- ßen Pause beim Steinzeithaus ablud.
Die Arbeiten am Stamm erle- digten die Buben unter der An- leitung ihrer Lehrer Eduard Al- brecht und Leonhard Artmeier mit herkömmlichen Werkzeu- gen wie Rindenschäler, Beil, Dechsel (Querbeil) und Stemm- eisen. Trotz Blasen an den Hän- den und Schmerzen an den Ge- lenken übten sich die Jungen im Umgang mit diesen Werkzeu- gen. Immer wieder fanden da- bei auch die Leistungen der steinzeitlichen Bootsbauer Be- 

Aushöhlen des Stammes

wunderung, welche zu ihrer Zeit ja nur Steinbeile zur Verfü- gung hatten. 
Der Ehrlichkeit halber sollte schon erwähnt werden, dass eini- ge Grobarbeiten von einem weiteren Schülervater, Herrn Daum aus Dünzing, mit der Motorsäge durchgeführt wurden.

Erstes Probesitzen im fertigen Einbaum

Abtransport des schweren Ungetüms

Nach zwei Wochen war unser Einbaum fertiggestellt. Drei  Dünzinger Achtklässler, natürlich schon stolze Traktorführer- scheininhaber, luden das etwa acht Zentner schwere Ungetüm auf einen Anhänger und transportierten dieses zu einem Do- naualtwasser. 

Die Nacharbeit am Ufer

Nach Wasserung des Ein- baums stellten die Bootsbauer jedoch enttäuscht fest, dass ihr Gefährt wegen instabiler Lage noch nicht fahrbar war. Aber an zwei weiteren Nachmitta- gen konnte auch dieses Pro- blem an Ort und Stelle beho- ben werden.

Die anschließende Jungfernfahrt geriet zum Höhepunkt. Die Schüler waren begeistert vom Ausflug in die Steinzeit mit ih- rem selbstgefertigten Einbaum

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©Eduard Albrecht   Stand: 04.01.02